Ohne Bäume kein Leben
            Bäume spenden Leben. Bäume zu schützen ist Bürgerpflicht!

Berchtesgadener Straße

 

Und wieder bemühen sich Bürger um den Erhalt  "ihrer" Bäume. 

 

Die Berchtesgadener Straße 

wird gegenwärtig ausgebaut - Linden sollen gefällt werden...

 Die  Vorsitzende der Baumschutzgruppe Finkenkrug, Frau Paul, beschreibt die Situation... 

"Montag, der 29. Juni 2015 - ein Tag der Baumschutzgruppe Finkenkrug

8,30 Uhr geht das Telefon. Die Baumschutzgruppe werde dringend zur Unterstützung benötigt. Eine junge Frauenstimme teilt mir mit, dass Bäume vor ihrem Hause in Gefahr seien und nennt die Adresse.

Ich mache mich auf den Weg und treffe auf ein ganzes Gebiet von im Ausbau befindlichen Straßen. Ich erkenne: außergewöhnlich schöner, alter Lindenbestand an einer Anliegerstraße, die in ihrer Breite unter der geforderten Norm liegt.

 Wieder erlebe ich das emotional Bewegende der abgeschnittenen, abgerissenen Baumwurzeln viel zu nahe am Stamm, mache Fotos und ahne die Chancenlosigkeit , die so ein alter Baum nun für ein längeres Leben haben wird. Eine Mitarbeiterin des Grünflächenamtes ist zufällig zur gleichen Zeit vor Ort. Sie nennte die Probleme, die nun plötzlich - mein Unverständnis - auftauchen und nachzuvollziehen sind.

Warum merkt man das erst jetzt? Warum müssen nun offenbar nachträglich und „außer planmäßig“ wieder einmal alte Bäume im vollen Laub mitten in der Vegetationsperiode fallen? Morgen soll weiter verhandelt werden.

Warum entgegen der Planung nun doch gefällt werden muss, das fragen wir auch das Planungsbüro, das mit einem Vertreter zusammen mit dem Grünflächen- und dem Tiefbauamt um 13 Uhr eine Begehung vor Ort macht.   Außer Anwohnerinnen ist auch ein Stadtverordneter und sind Mitglieder der Baumschutzgruppe Finkenkrug mit ihren Fragen gekommen.

Die beiden Anwohnerinnen kommen nach einer Stunde freudestrahlend auf mich zu: „Unsere drei alten Bäume sind gerettet! Wir haben die Zusicherung erhalten, dass sie stehen bleiben dürfen.“

Wurzeln zu dicht am Wurzelballen abgetrennt 

  die Wurzeln müssten versiegelt werden - Gefahr der Austrocknung       

  Vor Ort mit dem Grünflächenamt, Vertreter der Baumschutzgruppe und der bauausführenden Firma 

  Bordsteinkanten werden gesetzt - Berchtesgadener  Ecke Nürnberger Straße

  eine Mitarbeiterin des Grünflächenamtes zeigt auf abgehakten Wurzeln 

  diese dicke Wurzel ist die "Stütze" einer Linde, die vor einem bebauten Grundstück steht und direkt vor Grundstückseinfahrt endet... der Baum wird vertrocknen - die Krone wurde grundstücksseitig beschnitten und hängt straßenseitig über!! Inzwischen ist die Linde abgesägt

  Wurzelschutz kann man das nicht nennen

  gegen 14 Uhr ist die Besprechung vor Ort beendet

  

Am Folgetag soll nochmals verhandelt werden, um allen berechtigten Interessen gerecht werden zu können. 

So viel steht aber fest, der Kampf um den Erhalt der drei prächtigen Linden hat sich gelohnt, die Bäume (im Bild links) sollen erhalten bleiben, die  Fahrbahn wird in einem größeren Bogen um die Bäume herumgeführt werden...

Ich werde mir die Straße demnächst anschauen

 (I. Kaufmann)

Berchtesgadener Straße im April 2017 - dort wo die Verkehrsschilder (3-streifige Bake) stehen, wurden die...

...Linden nicht gefällt - das Engagement der Bürger und der Baumschutzgruppe hat sich gelohnt - Danke auch dem Grünflächenamt für die Unterstützung

 

 

Linden am Eichenkranz

 

Am 20. Mai 2014 geht ein Aufschrei durch die Stadt, weil in der Freimuthstraße, auf dem Gelände des ehemaligen Biergartens der Gaststätte "Eichenkranz"    

elf alt-ehrwürdige Linden

 gefällt werden sollen.  

Besorgte Bürger riefen  die Lokalpresse  MAZ und auch den Baudezernenten der Stadt an.

Alles sei in bester Ordnung, die Fällgenehmigung wurde dem Bauherren erteilt, so der Baudezernent und das Grünflächenamt.

 

Um 07:30 Uhr beginnen Naturfreunde diese Information per Facebook weiterzuleiten, ein reger Informationsaustausch entsteht, die Empörung  über das Fällen der Linden wird deutlich diskutiert.  Auch meine Bekannte von der Baumschutzgruppe Finkenkrug fährt zum "Tatort" und erkundigt sich beim Grünflächenamt. Die Antwort kennen wir schon: "Alles in bester Ordnung"!!  Obwohl offensichtlich Vögel in den Bäumen brüten, wurde die Kettensäge angesetzt.  Die Initiativen der Bürger bewirken, dass der Baum mit der Vogelbrut zunächst erhalten bleibt. Die Stadt bemerkte aber, dass nach ca. 4 Wochen die Kettensäge diesen Baum beseitigen wird.  Einige Linden am Rand des Grundstücks dürfen wohl stehen bleiben.

Die Stadtverordnetenversammlung, die am 21. Mai 2014 tagte, hat sich mit diesem Thema befasst, nach einer Info aus Insiderkreisen. 

Meine Bilder sind am 21. Mai gegen 13 Uhr entstanden -  es ist traurig, den Kahlschlag mit ansehen zu müssen.   Nach Aussage der Stadtverwaltung wird der Bauherr Nachpflanzungen vornehmen "müssen".  Warum erst absägen ?  Der ökologische Wert 100-jähriger Linden wird durch Nachpflanzungen über Jahre hinweg nicht erreicht werden können.  Oftmals erfolgen die Nachpflanzungen auch an anderer Stelle, wenn überhaupt!

Bereits im September 2013  haben sich besorgte Bürger mit Unterstützung der Baumschutzgruppe Finkenkrug an die Stadt gewandt, weil bekannt wurde, dass auf dem besagten Grundstück Baumfällungen zu erwarten sind. 

 

 

 

 Ehemalige Gaststätte "Zum Eichenkranz",  ein beliebtes Tanzlokal mit Biergarten unter den Linden...

Heute beherbergt das Haus einen Lichtdienst

Rechts neben dem Gebäude stehen die 100-jährigen Linden

 

  als meine Freundin von der Baumschutzgruppe Finkenkrug von der Aktion erfuhr, war die Kettensäge bereits in Aktion... 

 

Vom Hubwagen aus werden die ersten Kronenäste einer 100-jährigen Linde abgesägt...

 

 

Einige Stunden später sah es dann entsprechend aus... 

 

  

 

 

 Kahlschlag -  für ein Wohnhaus, das dicht an der Straße steht


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